Die Marke Infiniti wird sich Anfang 2020 aus Westeuropa zurückziehen und auf die Bearbeitung seiner Wachstumsmärkte Nordamerika und China fokussieren.

Infiniti hatte zu Beginn den Unterschied zu anderem Premiummarken mit der „Total Ownership Experience“ charakterisiert, wozu u. a. ein Hol- und Bringservice im Umkreis von 250 km zählte.In Österreich hatte sich das aus Graz stammende Unternehmen Spes für die Marke engagiert: Zunächst begann man 2010 mit dem Fahrzeugverkauf in einem Wiener Ringstraßenhotel. Am 31. Mai 2012 wurde das Infiniti Zentrum Wien eröffnet, doch bereits ab Anfang 2011 war Spes in Brunn Nissan-Servicepartner und ab Herbst 2011 auch Nissan-Händler. Dass (wie Baufachleute schätzen) in Brunn 10 Mio. € eigentlich primär für die Marke Infiniti investiert wurden, wird von Spes nicht kommentiert.

2017 waren in Österreich 47 Infiniti neu zugelassen worden, 2018 waren es 18.  

Auch in Osteuropa, im Nahen Osten sowie in Asien insgesamt und in Ozeanien soll der Restrukturierungsplan keine Auswirkungen auf die laufende Infiniti-Geschäftstätigkeit haben.

Der Hersteller kündigte mit dem Restrukturierungsplan umfassende Maßnahmen für Mitarbeiter und „Franchise“-Vertragsnehmer an. Das laufende Kundengeschäft von Infiniti werde „solange fortgesetzt, bis ein maßgeschneiderter Übergangsplan für den Kundenservice einschließlich Fahrzeugservice, Wartung und Garantiereparaturen vorliege. Mitte 2019 wird auch die Produktion der Modelle Q30 und QX30 im britischen Sunderland eingestellt. •