Die Straßen – nicht nur in den Stadtkernen – werden allerorts eingeengt, Parkplatz vernichtet, neue Verkehrsfallen entstehen. Dafür müssen sinnigerweise jetzt Zweckbauten mit Tief- oder Dachgaragen gebaut werden, um sie Jahre später als aufgelassene Bauruinen ihrem Schicksal zu überlassen.
In den Straßen werden Bäume umarmt um sie zu retten, dafür die Wälder abgeholzt und mit unzähligen Verbots- und Gebotstafeln versehen. Das Urteil gegen den Tiroler Bergbauern, eine halbe Million Euro Schadenersatz wegen angeblich unzureichender Schutzvorrichtungen für Wanderer zahlen zu müssen, wird sicher nicht ohne Auswirkungen bleiben, indes sich die Bauwut weiter durchs Grünland frisst, weil die Ortsverantwortlichen mit billigen Industrieansiedlungen neue Betriebe anlocken, um ihre klammen Kassen zu füllen.
Die große Politik schaut zu und plant Gesetzesnovellen für Handelsbetriebe, denn vielfach stehen einstöckige Supermärkte am Ortsrand auf der grünen Wiese, oft mit doppelt so viel Parkfläche wie nötig. Großteils ungenutzt, aber dennoch für Normalnutzer gesperrt. Auf der Straße darf man auch nicht parken. Wohin soll der Auto fahrende Mensch ausweichen?
Wo sind unsere Grünen mit ihren Umweltmaßnahmen, wo die schulschwänzenden Kinder mit ihren Protesten das Weltklima retten wollend? Die politischen Eliten versagen und überschreiten regelmäßig die Grenzen des Erlaubten. Und diejenigen, die Bescheid wissen, schweigen.
Das Auto ist längst zum politischen Sanierungsfall geworden. Die Zeit des Schönredens ist definitiv vorbei, der Absturz aus dem Autohimmel scheint unabwendbar.
Derweilen lese ich das Manager Magazin: Bis zur Mitte des aktuellen Heftes lese ich nur von massivem Stellenabbau. Wenn damit Effizienzsteigerung verbunden ist, dann: Gute Nacht, Wirtschaft! Unsere lokale Wirtschaft ist davon unbeeindruckt und spricht von guten Zulassungszahlen im Jänner und Februar. Die Vorverkäufe schmelzen dahin. So können wir nur noch hoffen, dass uns die Künstliche Intelligenz aus dem Schlamassel führt.
