Im Anhang findet sich wortgetreu des St. Pöltener Urgesteins jüngster Erguss zu den Problemen der Markeninteressenvertreter bei ihren Fabrikatsoberen. Wer das Zeilenwerk liest, lernt einiges zu verstehen, wer es überfliegt, übersieht wichtige Details und wer das Dokument ignoriert, ist arrogant. Zwischen diesen 3 Positionen gilt es zu unterscheiden. Nicht dass diese Feststellung dem VIP gerade Freude gemacht hätte. So geht es auch dem VIP-Freund aus Klosterneuburg, der in seinem vergleichsweise jugendlichen Elan durch den Dschungel der heimischen Fahrzeugwirtschaft mit der Machete der Beharrlichkeit und Ehrlichkeit eine Gasse für den Autohandel schlägt, manchmal mit der Hiebwaffe auch gleich einem ungetreuen, aus der Reihe tanzenden Händler gnadenlos auf den Schädel schlagend. So wurde dem Freund in seinen langen Kämpfen manchmal das Bundesgremium auch zum Bundes„grämium“. Dennoch lässt er nicht ab, um für die Interessen seiner Mitglieder zu kämpfen.
Doch der VIP ist nicht nur pessimistischer Großreinemacher. „Am Himmel geschehen auch Zeichen und Wunder“, verkündet er, und dem guten jugendlichen VIP (67) in der Babenberger-Stadt ist es gelungen, so manches Wunder zu kolportieren. Nachdem er mit seinen Getreuen so lange reinigend gewirkt hat, staunt die Fachöffentlichkeit darüber, dass es noch Rosstäuscherpraktiken geben könnte, die Händlerregeln im Land – Stichwort Kraftfahrzeugsektorschutzgesetz (KraSchG) – bewusst unterlaufen.
Nein, dieser VIP ist nie einem Kampf mit dem Drachen ausgewichen, von wo er auch kommen mochte. Wortreich kompetent stresst er auch Journalisten und Branchenbegleiter, seinen Aufsätzen lesbare Kürze zu geben. Irgendwie aber auch verständlich bei der herrschenden Falschheit samt der Hinterlist bei dem feigen unternehmerischen Menschengeschlecht. Dennoch trommelt er, trotz immer spürbarer werdendem „Diktat der Hersteller“ unentwegt „Partnerschaft und Zusammenarbeit“. Die wollen hingegen möglichst hohe Neuwagenverkäufe halten können und dazu braucht es Aktion, bei der das Auskommen der Händler sekundär ist.
Darum plädiere ich in meiner Eigenschaft als Meinungsbildner für eine weitere Handelsschiene für neue bzw. junge Autos. Jeder Händlerverband in Österreich soll NW führen, die Wirtschaftskammer erteilt Kredite und der Einzelhandelssprecher könnte sich bemühen, Importeur zu werden: Nicht immer findet jede Marke doch gleich einen potenten Importeur.
Darum unserem guten Sepp Schirak noch ein langes, durch Aktivität gewonnenes Leben für die fundamental angegriffene Autowirtschaft in allen ihren Ausprägungen. Das Kürzel VIP steht in diesem Aufsatz für unseren nachhaltigen Leistungsanspruch: Veteran In Progress! •
