„Natürlich gehen die im Neufahrzeug integrierten Abbiegeassistenzsysteme noch weiter. Aber einfache Lösungen, die ohne Eingriffe in die Systeme des Lastwagens funktionieren, sind auf dem Markt frei käuflich und nachrüstbar. Die braucht man nicht mehr zu entwickeln!“, sagt Mag. Franz Weinberger, Marketingleiter von MAN Truck & Bus in Österreich und Sprecher der österreichischen Nutzfahrzeugimporteure.

„Wir haben für den ÖAMTC einen MAN mit einem Abbiegeassistenzsystem ausgerüstet, der seit vielen Jahren läuft und bei Schulen zur Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsschärfung in Sachen ‚toter Winkel' eingesetzt wird. Damit erfahren die Schüler selbst, wie eingeschränkt die Sicht des Lkw-Fahrers sein kann. Das dabei verwendete System ist auch problemlos in alte MAN-Lkw einbaubar. Dabei handelt es sich auch um eine relativ günstige Lösung, die Unternehmen inklusive Einbau unter 2.000 € kostet", so Weinberger.

„Es sind bei uns in den letzten Tagen wirklich viele Anfragen zum Thema Abbiegeassistent eingegangen. Ein derartiges System möchten viele Lkw-Betreiber freiwillig umsetzen, sie warten nicht erst auf die gesetzliche Vorschrift.  
Allerdings werde es künftig neue Lösungen und weitere Maßnahmen – über den Abbiegeassistenten hinaus – geben müssen, ist Weinberger überzeugt. Mit dem Assistenzsystem allein seien die Probleme – zum Beispiel an der Wiener Ringstraße, an der es zahlreiche Kontaktstellen zwischen Auto- und Radverkehr und hohe Frequenz gebe, nicht zu lösen.  •