Der Sprecher der Berufsgruppe Vulkaniseure ist überzeugt, dass dies – abgesehen davon, wie schwer sich das kontrollieren ließe – eine dramatische Veränderung des Markts bedeuten würde, weil sich Transporteure gar nicht auf Diskussionen einlassen würden, ob sie runderneuerte, in der Leistung ebenbürtige, oder neue Reifen montiert hätten und schließlich nur noch Neureifen kauften.

Dann hätten Lkw-Pneus nur noch ein Leben, anstatt dass die noch gut erhaltenen Karkassen, die sonst pro Reifen 50 kg Abfall ergäben, bei einer professionellen Runderneuerung mit einem neuen Laufstreifen, oftmals mit dem Originalprofil, versehen, weiter auf große Reisen gehen.

Auch über das Schicksal der heute noch in Österreich tätigen Runderneuerer müsste man dann ein Fragezeichen machen.

Die Gründe dafür, dass Runderneuerungen noch kein Labelling tragen dürfen, erklärt Doblhofer in der Ausgabe Nr. 2456 der AUTO-Information vom 8. Feber 2019. •