Dem kontinentalen Konzentrationsprozess im Reifenbusiness Tribut zollend, hat Peter John (Geburtstag 1. Jänner 1967) als geschäftsführender Gesellschafter seine Reifen-John GmbH in Österreich und in Deutschland per Jahresanfang 2019 an den Continental-Reifenkonzern veräußert. Als Begründung dienen John die schwierigen Absatzbedingungen und die immer stärker wirkenden Industriebestrebungen in Richtung Direktvermarktung. Gegenüber den Kunden bleibt der Name John bestehen. Die 21 österreichischen Standorte werden als Share Deal 1:1 in die konzerneigene Profi Reifen- und Autoservice GmbH (GF Johann Bobinger) in Wiener Neudorf eingegliedert, die 11 deutschen Niederlassungen werden als Asset Deal der Vergölst GmbH (Hannover) einverleibt.

Das zuletzt mit knapp 100 Mio. € taxierte, seit 1926 bestehende Familienunternehmen mit Sitz in Salzburg und Freilassing umfasst rund 350 Angestellte und wird – vorbehaltlich der Zustimmung durch die zuständigen Kartellbehörden – ab Jänner und Februar 2019 von Thomas Hammerschmid in die neue Konstellation übergeführt.

Mit dieser Akquisition wird für die bisherigen Reifenlieferanten außerhalb der Continental das „Bauchweh“ nicht leichter. Dennoch sei man froh, dass nicht Fintyre zum Zug gekommen ist. Die Strukturbereinigung im Reifenbusiness ist aber noch lange nicht abgeschlossen, sind sich Industrie und Reifenhandel einig und beobachten nun den deutschen und französischen Reifenmarkt, welche Eigentumsverschiebungen sich demnächst abspielen werden. Jedenfalls wird sich im Bereich Flottengeschäft der Konzentrationsprozess deutlich verstärken. •