A&W mit ihrer in Print und Online kombinierten Medienfülle gibt in der österreichischen Automobilwirtschaft dazu regelmäßig Denk- und Gesprächsstoff.
Neulich beim 11. A&W-Tag in der Wiener Hofburg vor rund 500 Teilnehmern stellten Pragmatiker, Macher, Denker und Visionäre beiderlei Geschlechts ihre Ideen für die automobile Freiheit von morgen vor.
Trotz Dieselmisere branchenspezifische Errungenschaften auch für die Zukunft tragfähig zu halten, überschlägt sich die Politik in populistischen Weltverbesserungsvorschlägen und vor allem die öffentliche Presse drischt auf die Autowirtschaft ein. Schließlich braucht der Populismus Luft zum Atmen.
Im Gegenzug startet in Norwegen ein Mega-Militärmanöver mit herangeschafften 50.000 Soldaten und tausenden Fahrzeugen zu Lande, zu Wasser und zu Luft. Das vorgebliche „Signal an Russland“ verschwindet hinter den Abgasfahnen der Schwerfahrzeuge und dem heißen, hochgiftigen Raketen- und Granatenregen.
Das regt die Weltretter ebenso wenig auf wie unsere Autobranche die Pkw-Kurzzulassungen. Während bis Juni 2018 die 7-, 30-, 60-, 90- und 120-Tage-Zulassungsdauer im bekannten Ausmaß die Statistiken zieren und den realen NW-Verkauf verfälschen, schnellten die Zahlen laut Statistik Austria im Juli und besonders August in ungeahnte Höhen. Diese Stückzahlen werden jetzt mit massivem Marketingaufwand in den Markt gedrückt – geht doch immer!
In unserer Welt des Online-Populismus fällt dabei nicht auf, dass der herkömmliche Autohandel mehr und mehr von der Schaffensbühne gedrängt wird. Tech-Riesen wie Apple, Google, Amazon und Facebook schaffen neue Autoritäten, das Digitalzeitalter droht Politik und Gesellschaft wie wir sie kennen zu vernichten – und die Lebensbasis zu rauben. Der Mensch steht dabei immer weniger im Mittelpunkt, seiner Daten bedienen sich fremde Mächte.
Beim 11. A&W-Tag stand diese Entwicklung im Mittelpunkt der Zukunftsbetrachtungen. Nahezu jede(r) Autohändler(in) im Auditorium formulierte Entsetzen. Aufregen wollte (konnte?) sich keiner. Die Verkaufszahlen würden ja stimmen und die Werkstatt sei ausgelastet. Bei den Erträgen ist man weiterhin leidensfähig.
