Das spätsommerliche Neuzulassungshoch im Autohandel kam diesmal wohl schon reichlich früh, noch lange, ehe die Fastnacht am 11.11. um 11 Uhr 11 mit ihrer besonderen Narretei ausbricht. Ob das nur mit der WLTP-Hektik zu tun hat? Der Mann im roten Sakko wagt es zu bezweifeln. Die ganze Situation, nicht nur in Österreich, sondern in der Welt, ist nicht dazu angetan, unsere MitbürgerInnen, KäuferInnen und AutokundInnen in die Geschäfte zu locken.

Alle Welt, auch wir, dürfen für die Fehler der Globalisten und ihrer politischen Handlanger im Stil von Trump, Putin, Jinping zahlen. In unserer eigenen Situation von debakelgeschüttelter Politik – Stichwort Innenminister Kickl – keine wahre Freude.

Wir sehen, was sich in den USA abspielt, wo 10 Jahre nach dem Lehman-Brothers-Desaster Donald Trumps festlich glänzende Wirtschaftsfassade neuerlich umzufallen droht. Dahinter sieht es trotz Online-Hype und Künstlicher Intelligenz nicht rosig aus und hinter dieser Blässe wuchern Chinas Hegemoniebestrebungen.

Aber, dass nicht nur Strafzölle auf Eisen und Stahl und unsere politisch oft unmodernen Produkte Schwierigkeiten auf dem Markt haben, zeigt der jüngste Porsche-Entscheid, keine Dieselmotoren in ihren Autos mehr zu verbauen, weil man befürchtet, deswegen umweltpolitisch geächtet zu werden. Volvo und auch Toyota wenden sich vom Selbstzünder ab, weitere werden folgen. Indes schmelzen bei steigenden Anforderungen die Margen im breiten Händlerfeld dahin. Handel und Service werden ausgequetscht, das Geschäftsmodell Autohaus gerät ins Wanken.

Aber fort mit unseren Sorgen: Mit einer von der SPÖ aus dem Hut gezauberten eloquenten jung wirkenden Pamela Rendi-Wagner soll der – unwidersprochen – erfolgreiche türkis-konservative Sebastian Kurz wieder Gusto bekommen auf eine große Koalition und unser Austria wieder mit Glanzlicht überstrahlen, auf den die Freiheitlichen viel Schatten geworfen haben. Es kommt zwar in der Regel nichts besseres nach, aber der unsägliche Kickl wäre weg. Das wäre für den Demokratieerhalt bereits ein großer Erfolg, ändert jedoch wenig an der Situation unsere Autowirtschaft.