LGO Adolf Seifried, LIM Ing. Georg Ringseis und Komm.-Rat Ing. Wolfgang Dytrich begrüßten ca. 50 Teilnehmer im Panoramasaal des Wifi Linz. Dann wurde in Vorträgen und Diskussionen der Bogen von den „althergebrachten“ zu den neuen Technologien gespannt. Als Treiber des Wandels wurden erneut einerseits die Klimaschutzziele, aber auch eine gewisse Lust an der Überregulierung ausgemacht.

So zum Beispiel im Fall der Blei-Säure-Batterie, welcher ein schrittweiser Exitus nicht nur durch den Lithium-Ionen-Akku, sondern durch ein für 2021 angekündigtes Blei-Verbot droht. Während der österreichische Batterieproduzent Banner, vertreten durch Christian Zenger, in Sachen Blei-Säure auf Zeit spielt und auf eine nahezu 100%-ige Recycling-Quote verweist, rüstet sich GS Yuasa für die Herstellung von Li-Ionen-Batterien im 12V-Format (im genormten Batteriegehäuse), um einzuspringen, wenn das Bleiverbot kommt. Noch ungelöst sind Fragen des Recyclings, aber auch der Verfügbarkeit der Rohstoffe Lithium und Kobalt. Dafür sei die Lebensdauer einer 12V-Starterbatterie mit Li-Ionen mit „sicher 6-7 Jahren“ deutlich höher als bei Blei-Säure, so Ayhan Akin von GS Yuasa Deutschland.

Auf den Stand der Technik beim Recycling von Li-Ionen-Akkus ging Dipl.-Ing. Michaela Heigl, MBA, Saubermacher Dienstleistungs AG, ein. Zwar werden die Metalle recycled, das Lithium wird derzeit jedoch nicht zurückgewonnen.

Die TU-Professoren Dipl.-Ing. Dr. Manfred Klell und Dipl.-Ing. Dr. Alexander Trattner von der HyCentA Research GmbH/Graz propagierten die Brennstoffzelle als Antrieb der Zukunft – für die beiden notwendige Evolution auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität.

Dipl.-Ing. Robert Czetina, Infineon Technologies AG, referierte über die Beziehungen der Halbleiterindustrie zum Automotive-Sektor.

Ing. Steffan Kerbl, ÖAMTC, beruhigte schließlich in Sachen Brandbekämpfung bei Elektroautos bzw. Li-Ionen-Batterien. Bestes Mittel, wenn der Tesla in Flammen aufgeht: klares Wasser! Problematischer seien die Akkus von E-Fahrrädern, die schließlich in den Vorzimmern, und nicht auf der Straße Brände auslösen könnten, schloss er launig.

Im Anschluss fand noch eine Betriebsbesichtigung bei der Banner GmbH in Linz statt. Die nächste Bundestagung wird – wie von BGO Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner in einer Videobotschaft im Saal verlautbart – vom Bundesgremium ausgerichtet werden.

Mehr Details zur Veranstaltung und den einzelnen Vorträgen finden Sie in der AUTO-Information Nr. 2439 vom 29. September!