Ob er die Beliebtheitswerte seines Rock 'n' Roll-Namensvetters erreichen wird, darf bezweifelt werden und Wiens Neo-Bürgermeister Michael Ludwig wird sicher vorsichtiger sein als sein Langzeitvorgänger Michael Häupl.
Bei einem allfälligen Neustart der Grünen wird zu hinterfragen sein, ob sie für den ideologisch begründeten wirtschaftlichen Schaden aufkommen werden, den sie während der bislang 8-jährigen Juniorpartnerschaft der SPÖ den kleinteiligen Gewerbe- und Handelsfirmen zugefügt haben. Die Antwort wird wohl vom Wählervolk kommen.
Radfahrer maßen sich inzwischen Rechte an, ganze Straßenzüge für sich zu annektieren. Unter dem verlogenen Grünsiegel wird mit dem E-Bike gefahren, schneller als jedes Auto das darf, und die Batterie wird aus der Steckdose geladen. Wo bleibt der Umweltschutz oder der gesundheitliche Nutzen? Wo bleibt die Verantwortung für nachhaltige Entsorgung kaputter Batterien?
Wo früher Einzelhandelsgeschäfte für halbwegse Versorgungsdisziplin Sorge trugen, rasen jetzt zahlreich minderentlohnte Zustelldienste per Kleinlaster oder Pedalleure mit ihren Rucksäcken durch die „Behinderungs“straßen. Die Akkus für die Fahrräder müssen ja auch umweltfreundlich entsorgt werden, was enorme Kosten verursacht. Amazon & Co. teilen sich ihre Freude mit der Verpackungsindustrie – ihre Geschäfte glühen! Die Umwelt leidet! Wenige werden reich, viele – übrigens die Wählermehrheit – hat davon immer weniger. Die Kritiker sprechen ungeniert von abgehängten Bürgern. Der Mob tätowiert sich seine Parolen auf den Körper und frisiert sich zunehmend den Scheitel rechts.
Herr Ludwig! Mit wem Sie politisch künftig auch immer im Rathaus paktieren werden, die Radfahrer werden wohl für den erhaltenen und weiter geforderten Radwegeluxus Steuern bezahlen müssen, wie die immer stärker drangsalierten Autofahrer das auch tun – übrigens darunter jede Menge Grünwähler, die sich nehmen, was Spaß macht.
Sollte am Schluss der Logik von Vassilakou folgend tatsächlich „Sugar Baby“ Peter Kraus ihr ins Amt folgen, dann ist die nächste Frauenpower eliminiert und niemand regt sich – quotenorientiert – darüber mehr auf. Ob im Bund, in Innsbruck oder nun in Wien, die Grünideologie hat ihren Charme verloren, den Sachverstand schon lange. Ob Ludwig sich wie sein Amtsvorgänger in die Brennnesseln setzt, auch wenn sie als Nährstoffbombe und Bakterienbremse biologisch als gesund begründet werden, wird sich bald zeigen. Ansonsten wird Türkis-Blau und etwas das Magenta der Neos beim Wählervolk für buntes Treiben sorgen.
Für die steuerzahlenden Wirtschaftstreibenden ist der schmierige Nachhall, dass die Grünen Wien zur weltweit lebenswertesten Großstadt mitgestaltet haben, purer Hohn. •
