Ob es wirklich so einfach abläuft, wird sich zeigen. Der nahe Barcelona zusammengebaute E-Roller Torrot Muvi – bei willhaben online um 4.500 Euro zu kaufen – schafft lockere 40 km/h und mehr und wird von Lithium-Ionen-Akkus angetrieben. Mit Führerschein-Berechtigung kann der Nutzer überall innerhalb Wiens die Straßen benutzen und auch den Scooter wieder parken. Für den Akku-Tausch zeigt sich der ÖAMTC zuständig und auch für Wartungsarbeiten.
Beim Marktstart wurde die Butterseite präsentiert und vor allem die einfache Handhabung des Rollers. Helme samt Haarnetz sind bei den Fahrzeugen ebenso wie die Papiere im Topcase. Ob ein Führerschein-Besitzer auch den Scooter ohne Trainung gleich verkehrstauglich nutzen kann, bleibt dahingestellt. Ein grünes Kennzeichen ist jedoch angebracht. Bei der Präsentation taten sich einige Probanden mit dem Scooter schwerer als es den anwesenden Fahrtechniktrainern des ÖAMTC lieb war.
Nun sammelt der Mobilitätsclub Nutzerdaten, wie es auch der inzwischen insolvent gewordene Fahrrad-Freefloater ofo praktizieren wollte. Dass diese Dinger in Wald, Wiese oder Flussbett landen könnten, wird der ÖAMTC wohl zu verhindern wissen. In der kalten Jahreszeit werden die Mofas aus dem Verkehr genommen. Die rasche Amortisation der „Easy Way“-Aktion steht zunächst nicht im Vordergrund.
Sollte das Projekt einigermaßen beim Nutzer ankommen, dürfen wir uns ab kommendem Frühjahr 2019 vermutlich auch auf rote ARBÖ-Scooter im Stadtgebiet einstellen. Konkurrenz belebt die Sinne. 30 Minuten „garantierte“ Batterielaufleistung zu 4 € Basispreis sind eine Bagetelle. Kosten für Fahrsicherheitstrainings sind nicht vorgesehen. Die Torrot-Fahrrad-Großhändler Vahe und Lori Pekmez haben inzwischen das Roller Sharing in Berlin und Düsseldorf eingerichtet.
