Demnach wurde 2018 über 13 Unternehmen (2017: 30 Unternehmen) der Konkurs eröffnet, was einem Minus von 56,7 % entspricht. Gestiegen ist heuer die Zahl (24 Fälle) der mangels Vermögens abgewiesenen Verfahren, ein Plus von 33,3 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (18 Fälle). Die Zahl der Gesamtinsolvenzen in den genannten Bereichen ging von 48 (2017) auf 37 (2018) um 22,9 % zurück.
Die endgültigen Zahlen der Creditreform Firmeninsolvenzstatistik für das 1. Halbjahr 2018 zeigen, dass die Gesamtzahl der Firmeninsolvenzen leicht um 1 % zurückgegangen ist. Nach dem historischen Tiefststand von 2017 und einem leichten Wachstum im 1. Quartal 2018 stagnieren die Insolvenzen nun bei gesamt 2.685 Fällen. Die eröffneten Verfahren sind dabei um 2,4 % auf 1.578 gesunken, die mangels Vermögen abgewiesenen Insolvenzen um 1 % auf 1.107 gestiegen. Bei allen Insolvenzverfahren waren in Summe rund 9.000 Arbeitsplätze und 31.000 Gläubiger betroffen. Die Insolvenzverbindlichkeiten werden auf ca. 1 Mrd. € geschätzt.
„In volatilen Zeiten ändert sich auch das Insolvenzgeschehen sehr schnell. Ein paar wenige Insolvenzanträge können so manche Prognose zunichtemachen. Trotz guter Konjunktur ist daher generell jedem Unternehmen zu raten, ein wachsames Auge auf seine Kunden und die eigene Liquidität zu werfen. Der Ausfall eines Großkunden kann schnell negative Folgen haben“, wie Gerhard M. Weinhofer, Geschäftsführer Creditreform, unterstreicht. •
