Die Taktik scheint immer die gleiche: Zuerst mit der Keule zuschlagen oder zumindest androhen, Zugeständnisse erhalten und danach (wieder) beste Freunde sein. Nun also auch mit der EU. „Great to be back on track with the European Union. This was a big day for free and fair trade", erfuhren wir kürzlich über Trumps Twitter-Account.
Auch in Europa wird nun gejubelt. Drohende US-Importzölle auf Autos und Autoteile scheinen Geschichte. Die Börsen frohlocken mit Kurssprüngen nach oben – allen voran die Autohersteller.
Aber zu welchem Preis? Was wird unter dem angekündigten „Abbau der Handelshemmnisse" zu verstehen sein? Welchen „track" (Spur) hat Trump für Europa vorgesehen?
Zu hoffen ist, dass der eingegangene Deal nicht zu viel US-Schlagseite hat. Denn so sehr man Trump Unberechenbarkeit vorwerfen kann, so gewieft ist er, dass er das Spielchen dann noch öfter mit Europa spielen will. •
