Für die neue Technologie ASDS – Ammonia Storage and Delivery System, die Stickoxidemissionen von Dieselfahrzeugen im Realbetrieb reduzieren soll, wurde die TU Graz gemeinsam mit Amminex Emissions Technology, Johnson Matthey und dem International Council on Clean Transportation mit dem mit 1,5 Mio. € dotierten Horizon 2020-Preis der EU-Kommission in der Kategorie „Engine Retrofit for Clean Air" ausgezeichnet. An die TU Graz geht etwa ein Drittel der Summe.

 

Die Technologie nutzt in einem Salz chemisch eingelagertes und durch Wärme wieder frei werdendes Ammoniak zur Reduktion der NOx-Emissionen mittels selektiver katalytischer Reduktion (SCR). Im Gegensatz zur heute üblichen flüssigen Harnstoff-Wasser-Lösung, besser bekannt als AdBlue, wird in dem prämierten Verfahren ein gasförmiges Reduktionsmittel verwendet. Damit kann bei kalten und städtischen Fahrbedingungen eine bessere NOx-Konvertierung erreicht werden.

 

Das Ergebnis ist beeindruckend, wie Peter Grabner vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der TU Graz erklärt: „Unsere Messungen im Testbetrieb mit einem Euro 5-Fahrzeug ergaben eine Reduktion der NOx-Emissionen unter realen Fahrbedingungen unter das Niveau des Euro 6-Grenzwertes und im Vergleich zum Basisfahrzeug eine Reduktion um über 95 %." •