Seit 2015 waren die Juni-Zulassungen wie auch die kumulierten Neuzulassungsresultate jeweils ein Abbild satter, jährlicher Steigerungen. Stets waren die Ursachen dafür andere, heuer beflügeln auch Aktionspreise für Modelle, die durch die WLTP-Umstellung „schlecht werden“ könnten, den Rausverkauf. Die Abrechnung, wie viele Autos dann noch rasch angemeldet werden müssen, die „vor Torschluss“ eigentlich noch keinen Käufer haben, kommt noch vor dem nächsten Quartalsende.
Die Perspektiven der Versorgung mit echten Neuwagen nach dem 1. September 2018 sind allerdings nicht so klar, dass man daraus bereits ein gutes Gesamtjahresergebnis ableiten könnte. Dazu ist es noch zu früh. Die Frage lautet, wie sich speziell der österreichische (Fuhrpark-)Kunde angesichts hochgerechneter WLTP-Resultate prinzipiell verhalten wird, wie ausgeprägt das Umweltbewusstsein mittlerweile ist – und wie groß der Spielraum der Importeure und des Handels bei Fahrzeugen, deren Verbrauchsdaten sich zwischen Bestellung und Ablieferung ändern, ist.
Schließlich geht es ja bei allem, was da rasch an den Kunden gebracht werden muss, ums Betriebsergebnis und nicht (nur) um die Stückzahl. •
