Geiereckstraße 6: Das markante Gebäude direkt neben der Südost-Tangente war jahrzehntelang die Adresse des Bosch-Hauptquartiers in Österreich – bis zur Übersiedlung in den 3. Bezirk vor 4 Jahren. Die einstige Zentrale wurde jedoch nie verkauft: Gut so, denn die Zahl der Bosch-Mitarbeiter (vor allem jene der Entwickler) steigt und steigt, sodass viele von ihnen jetzt wieder ins alte Headquarter ausweichen mussten. Genau dort – und zwar in der ehemaligen Werkstatt-Halle – wurde jetzt auch das „Bosch Festival 2018“ samt Preisverleihung gefeiert.

 

20 % der österreichischen Mitarbeiter kamen direkt aus einer HTL zu Bosch – und genau dort sucht der Welt-Konzern weiter an Talenten: Nicht zuletzt deshalb verleiht Bosch seit rund einem Jahrzehnt alljährlich den „Technik fürs Leben“-Preis. Heuer hatten sich 145 Schülerinnen und Schüler aus 18 HTL mit 52 Projekten beworben, die Ausgewählten mussten am Donnerstagabend live ihre Projekte vor einer Jury (unter anderem mit TU-Professor Dr. Bernhard Geringer) und Publikum vorstellen.

 

Sieger in der Kategorie „Industrietechnik“ wurde ein Team der HTL Wien 3 Rennweg: Die Schüler entwickelten ein System, das erkennt, wo in einem Zug noch Plätze frei sind. In der Sparte „Energie- und Gebäudetechnik / Gebrauchsgüter“ gewann die HTBLVA Anichstraße in Innsbruck mit einem Computerspiel, durch das die Monotonie von Reha-Patienten bei ihrer Therapie erleichtert wird.

 

Gleich 2 Sieger gab es im Bereich „Mobilitätstechnik“: Hier wurde ein von Schülern der HTL Braunau entwickelter, selbst fahrender Rasenmäher ausgezeichnet, bei dem nicht mehr – wie bisher – Kabel zur Begrenzung im Boden eingegraben werden müssen. Und die Schüler der HTL Wien 3 Rennweg entwickelten einen Assistenten, der das Ankuppeln eines Camping-Anhängers erleichtert.

 

Die Gewinner können ihre Erfahrungen nun bei einem mehrmonatigen Praktikum bei Bosch vertiefen. •