Über Erfolg oder Misserfolg der 4-tägigen Ausstellung entscheidet der Markt und auf österreichische Reifenvermarktungsinteressen heruntergebrochen ist die Absatzsituation stark von Verdrängung gekennzeichnet.

 

Es bleibt dennoch viel Raum für Absatzphantasien; der Reifen und das ganze technische Drumherum wird in neuer Onlinesprache zunehmend via App in den Markt kommuniziert. Wachstumsziele im reinen Reifengeschäft will zwar jeder Aussteller, argumentatorisch mutiert die tonangebende Industrie zum datengesteuerten Mobilitätsanbieter.
Kundenorientierung wird in der Nische, der Schlüssel zu herzeigbaren Volumenssteigerungen im Flottengeschäft gesucht und die Internationalisierung schreitet fort.


Österreichs Lieferantenszene findet sich nahezu vollzählig in den gut klimatisierten Ausstellungshallen in Köln ein und die etablierte Vermarktungsszene hält angestrengt Ausschau nach neuen Umsatzmöglichkeiten.
Bald werden wir erfahren, ob sich die Suche nach neuen Umsatzkanälen gelohnt hat. Im Sog der Verdrängung wird es Opfer geben und die Konzentration im Vermarkterkreis weiter zunehmen.


Ob und wie sich die Erwartungen der Aussteller und Besucher in Richtung Umsatzwachstum in längst verteilten Märkten erfüllen lassen, erfahren wir spätestens in 2 Jahren. Die Aussteller freuen sich zwar über den Besucherzuspruch und die daraus resultierende Kontaktpflege. Ob sich diese Anstrengung mit den weiter erodierenden Margen auch verdienen lassen, darüber herrscht berechtigter Zweifel. Dringend benötigtes Marktwachstum, um Kaufkraft zu schaffen, fand sich beim Messerundgang nicht. Ein Trost bleibt den Messebesuchern: Bei aller Digitalisierungsmanie schafft der Mensch die Basis zum nachhaltig wirtschaftlichen Erfolg – bei rund 10 % Minus in Volumen und Marge eine Herkulesaufgabe. •