Technisch nahezu ausgereizt, wirtschaftlich hingegen immer gereizter, trifft sich die globale Reifenbranche in Köln, um das angebotstechnisch überfrachtete Reifenbusiness im Hinblick auf Digitalisierungseffekte noch weiter zu optimieren. Von diesen Rahmenbedingungen beeinflusst, kommen die Profis aus Industrie, Handel und Gewerbe an den Rhein, um sich in ständig verändernden Kräfteverhältnissen zurechtzufinden.
Neu ist jedenfalls der Messeort Köln: Die Tire Cologne hat die bisherige Weltleitmesse „Reifen“ in Essen abgelöst. Die 20 umsatzstärksten Reifenanbieter im modernen Messekomplex wenden sich mit ihren Angeboten, Vertriebs- und Recyclingkonzepten an die Besucher.
„Messe mit neuem Profil“ werben die Veranstalter in deutschen Fachmedien. Ob sie dem gerecht werden, entscheiden die kommenden 4 Ausstellungstage. Besonders im Fokus stehen Kfz-Betriebe, denen sie mit wertvollen Anregungen für ihr Tagesgeschäft zur Hand gehen wollen. Unterstützt werden sie von den Autoherstellern, denen das Reifengeschäft als geeignete Kundenbindungsmaßnahme im Autohaus erscheint. Dementsprechend haben sich auch die Landesrepräsentanten der Reifenhersteller in Köln in Stellung gebracht.
Neben der Begleiterscheinung, dass jeder Lieferant das beste Preis-Leistungsangebot für jeden Vertriebskanal anzubieten weiß, braucht sich niemand im organisch ausgeschöpften Gesamtabsatz Illusionen hinzugeben, Wachstum generieren zu können. Die von den Herstellern beeinflusste erstrangige Zulieferindustrie wird den Raum für Expansion weiter einengen und neue international basierte Achsen werden sich bilden.
Bis dahin eigentlich nichts Neues aus Köln.
Die einzelnen Lösungsansätze der lokal orientierten Anbieter berichten wir in unseren Medien AUTO-Info4you und AUTO-Information Nr. 2422, die am 1. Juni 2018 erscheint. •
