Bei der BMW-Hauptversammlung in München am Donnerstag traten BMW-Chef Harald Krüger und Aufsichtsratschef Norbert Reithofer vor die Aktionäre und räumten einen Fehler bei der Abgasreinigung eines Dieselmotors ein – Absicht sei dies allerdings nicht gewesen. Reithofer betonte, der „handwerkliche, menschliche Fehler" habe nicht dazu geführt, dass die Abgaswerte auf dem Prüfstand niedriger gewesen wären als auf der Straße.
Laut Krüger wurden die beanstandeten Modelle „irrtümlich mit einem für diesen Typ nicht bestimmten Softwaremodul versehen worden" – insgesamt bei 11.700 Fahrzeugen. Ursprünglich sei die Motorsteuerungssoftware aber korrekt gewesen. Jetzt warte BMW auf die Genehmigung der Behörden, die korrigierte Software aufzuspielen.
Die Anderen
Der Branche geschadet habe „das Handeln einiger Hersteller", konnte sich Krüger einen Seitenhieb gegen VW nicht ersparen und betonte, das gehöre auch „zur Wahrheit".
Zur Wahrheit gehört auf jeden Fall, dass 2017 das 8. Rekordjahr in Folge für BMW war. Es wurden über 2,4 Mio. Automobile und 164.000 Motorräder und Scooter verkauft. Das ergibt ein Konzernergebnis vor Steuern von über 10 Mrd. €. •
