Die österreichische Peugeot-Importeursspitze vertritt den Standpunkt mit ihrem Händlernetz nicht mehr kommunizieren zu müssen. Seit Wochen (!) reagiert niemand von der Führungsebene auf Anfragen aus dem Händlernetz und wir gehen davon aus, dass Edelsbrunner, Kalcher & Co. uns nicht anlügen. Was sie kraft ihrer Bedeutung für Peugeot nicht selbst in die Hand nehmen, wird vom Direktorium negiert. Lediglich darunter liegende Entscheidungsebenen funktionieren noch auf emphatischer Ebene, haben im Bezug auf Entscheidungen jedoch kaum Gültigkeit. Ein bedrohlicher Trend bei PSA, die soeben Opel unter ihre Fittiche nahmen.
Früher hatte man fleißige Händler gern, denn sie wussten, wofür sie stehen. Nur so konnte man Voreingenommenheit und Angriffen die Stirn bieten. Als stolzer Peugeot-Händler wurde die Markenbedeutung im Land gestärkt. Nun muss sich das Erinnern gegen das Vergessenwollen behaupten.
Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass sich die Peugeot-Oberen im Land selbst den Maulkorb angelegt haben. Offensichtlich, weil auch sie vom Tavares-Regime uninformiert gehalten werden. Selbst wenn dem so ist, müssen ja führende Händlerpartner nicht von jeder Information abgenabelt bleiben. Wenn eine Marke ihre Kontaktfreude verliert, geht damit auch ein Stück Zukunft verloren. Schon Fjodor Dostojewski schreibt: „Wenn Gott nicht exisitiert, ist alles erlaubt!“
Wenn er aber in Form eines adäquaten Ansprechparters vorhanden ist, kann der Erfolg nicht ausbleiben.
