„Die entscheidenden Jahre der Transformation kommen erst noch“, sagte Diess. Der Konzern müsse sich mit einer neuen Struktur ausstatten, in der dezentraler gearbeitet und die Verantwortung auf mehr Schultern verteilt werde. Das Motto: „Ein schlanker Konzern führt starke Marken.“

 

Whistleblowers welcome!
Ein Teil von Diess’ Rede stand im Zeichen der „Vergangenheitsbewältigung“. Es habe bis in die jüngere Vergangenheit hinein eindeutig zu viele Werteverstöße bei VW gegeben. „Neben Recht und Gesetz geht es immer auch um Ethik“, erklärte Diess. Um weiter erfolgreich zu sein, bedürfe es eines Kulturwandels. „Volkswagen muss noch ehrlicher“ und „in einem Wort: anständiger werden“.

 

Zu diesem Zweck wurde das Programm „Together4Integrity“ (Zusammen für Integrität) auf den Weg gebracht, das u.a. den Ausbau des internen Whistleblower-Programms vorsehe.

 

Risiko WLTP
Wirtschaftlich hält die Volkswagen AG an den Wachstumszielen fest. Trotz Risiken durch z.B. die Einführung des neuen WLTP-Zyklus wolle man die Rekord-Auslieferungszahlen des Vorjahres moderat übertreffen, der Umsatz soll um bis zu 5 % steigen.

 

WLTP bedeute nicht zuletzt wegen der großen Modellvielfalt eine Herausforderung, so Diess, der warnte: „Unter ungünstigen Umständen können sich temporär Engpässe in unserem Angebotsprogramm ergeben.“ Die Pkw-Marken des Konzerns sollen 2018 mehr als 70 neue Modelle auf den Markt bringen. •