Der Durchschnitts-Neuwagen in der Europäischen Union wies 2017 einen CO2-Ausstoß von 118,5 g/km auf, um 0,4 g mehr als noch 2016 – der erste Anstieg dieses Werts seit 2010, als die EEA begann, diese Zahl zu veröffentlichen.

 

Erik Jonnaert, Generalsekretär des Europäischen Auto-Herstellerverbands ACEA merkt dazu an: „Die Verschiebung von Diesel- zu Benzinmotoren hat spürbaren Einfluss auf die CO2-Performance der europäischen Pkw-Flotte.“ Es stehe zu befürchten, dass diese Entwicklung die Erreichung der CO2-Ziele für 2020 gefährde.

 

Auch die EEA ist sich der Ursache für die Entwicklung bewusst. „Erstmals seit Beginn des Monitorings wurden in der EU mehr Benziner (53 %) als Diesel (45 %) verkauft“, schreibt der Umweltverband, gleichzeitig sei der Anteil an Hybrid- und E-Autos noch gering.

 

Allerdings näherten sich Benziner und Diesel einander an, was Effizienz anbetrifft. „Benziner sind in den letzten 2 Jahren mit durchschnittlich 121,6 g CO2/km gleich geblieben, während sich der Diesel auf 116,8 g verschlechtert hat."

 

In Österreich ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß von 120,5 g auf 120,7 g gestiegen. 2015 war der Wert noch bei 123,7 g, 2010 noch bei 144 g gelegen. Europäischer CO2-Primus 2017 ist Portugal mit einem Wert von 104,6 g – und einem Diesel-Anteil bei verkauften Neuwagen von 61 %.

 

Auf der Website der EEA (s. Link unten) finden Sie eine interaktive Info-Grafik zum Thema. •