Otto Beyschlag hatte als Mechaniker in der Fahrradfabrik von Adam Opel in Rüsselsheim gearbeitet. Heinrich, der drittälteste Opel-Sohn, und Otto Beyschlag waren begeisterte Rennfahrer auf dem Hochrad, dem Niederrad und dem Tandem. Das war der Ursprung ihrer Freundschaft und ihres gemeinsamen geschäftlichen Erfolgs in Wien. Zu diesem Zeitpunkt besaß Opel & Beyschlag in Wien neben der Niederlassung am Kärntner Ring 4 Fahrradschulen und die „Erste Wiener Räder Vermietung“.

 

Ab 1899 wurde Opel & Beyschlag offizieller Importeur für Opel Patent Motorwagen für Österreich-Ungarn. Opel & Beyschlag war somit die 1.Vertretung von Opel außerhalb Deutschlands. 15 Jahre später konnten bereits 150 Opel Automobile auf Österreichs Straßen gezählt werden.

 

Einen großen Meilenstein in der Firmengeschichte markiert das Jahr 1956. In diesem Jahr wurde ein 7000 m2 großes Areal in der Muthgasse in Wien-Döbling angekauft und später erweitert. Auf insgesamt 14.000 m2 entstand dort das modernste Reparaturwerk Österreichs.

 

1973 trat Johannes Hall, Urenkel des Firmengründers Otto Beyschlag, ins Unternehmen ein und forcierte die Expansion in Wien. 1978 wurde Opel Perl in Wien-Penzing übernommen, Beyschlag-Filialen wurden im 21., 22. und 10. Bezirk errichtet, 1993 das zentrale Logistikzentrum für Ersatzteile in der Muthgasse eröffnet. 1998 erfolgte die Übernahme von Opel Kandl und die Übersiedlung in 2 neue Standorte im 2. und im 3. Bezirk; auch Opel Döber im 13. Bezirk und Opel Nagl in Klosterneuburg konnten erworben werden.

 

2005 begann ein neues Zeitalter – durch neue EU-Gesetze waren große Veränderungen im Automobilhandel zu erwarten und machten den Zusammenschluss mit dem größten europäischen Opel-Händler, AVAG Augsburg, sinnvoll. Die AVAG übernahm die Mehrheit von Opel & Beyschlag. Die Partnerschaft zwischen der AVAG Holding SE und Opel & Beyschlag besteht schon seit 14 Jahren. Johannes Hall ist heute Gesellschafter, Berater und Aufsichtsrat der AVAG.