Dass die flächendeckende Lkw-Maut auf dem niederrangigen Straßennetz – also Bundes- und Landesstraßen – keineswegs vom Tisch ist, war auch den Teilnehmern der Tagung klar, auch wenn Wirtschaftskammerpräsident Sonja Zwazl von einer breiten Ablehnungsfront bei der letzten Parlamentsdebatte berichtete.

 

Der niederösterreichische Fachgruppenobmann Bernd Brantner äußerte seine Zweifel, da es mancherorts schon konkrete Vorstellungen über die Ausgestaltung der Maut gebe. So sollen die Kosten für das Mauterfassungsgeräts bei 140 € liegen. Obwohl die flächendeckende Maut wie ein Damoklesschwert über der Branche schwebe, wies Fachverbandsgeschäftsführer Peter Tropper auf die von der Interessenvertretung erreichte „erstmalige Senkung der Mauttarife seit 2004“ hin: Die Asfinag habe sich der Argumentation des Güterbeförderungsgewerbes nicht mehr verschließen können. 

 

Für Güterbeförderer, die investitionsbereit sind, konnten Zwazl und Brantner von einer neuerlichen Landesförderung für maximal umweltfreundliche Lkw berichten: So werde die Anschaffung von maximal 2 Lkw der Klasse Euro 6 pro Betrieb mit 2.000 € vom Land Niederösterreich gefördert.