Mazda-Händler Burkhard W. Ernst reduzierte von einst 10 auf heute 2 Standorte, Janina Havelka (Honda, Suzuki) konzentriert sich künftig wieder auf einen Standort und Grande Dame Leopoldine Schwandl hat ihr einst florierendes VW/Audi/Seat-Autohaus in fremde Pacht abgegeben, weil ihre Nachkommen sich mit dem Autogeschäft nicht weiter identifizieren möchten. Mehrmarkenhändler Schirak hat seine Zäsur ebenfalls hinter sich wie auch Mag. Berti Oberwallner, einst stolze Opel- und Saab-Händlerin in Oberösterreich.
Sie nahmen alle zur Kenntnis, dass sich, insbesondere durch verschärfte Markenstandards, die Kosten weiter erhöhen. Die Vollkosten wachsen stärker als der Kalkulationsaufschlag. Innerhalb von 10 Jahren stiegen daher die Verluste von 0,94% auf 2,80% Minus an. Waren 56% aller Kfz-Markenbetriebe lt. Studie 2013 rechnerisch noch in der Gewinnzone, sinkt dieser Wert kontinuierlich.
Obwohl überall Handlungsbedarf besteht und die KMU-Studien die Argumentationsbasis für Verbesserungsmaßnahmen der Händler mit ihrem Importeur sein sollten, übt sich der Großteil der Branche in Selbstüberschätzung und negiert dieses Angebot. Darüber geführte Diskussionen zeitigen oft einen bemerkenswert intellektuellen Tiefgang.
