Er wies den Minister auf die vielfältigen Leistungen der Automobilbranche mit 450.000 Beschäftigten hin: 43 Mrd. € Umsatzerlöse, 15 Mrd. € direkte und 30 Mrd. € totale Bruttowertschöpfung, mit 5,5% direktem oder 11% totalem Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt und 15 Mrd. € Fiskalbeitrag (Mineralöl-, motorbezogene Versicherungs-, Umsatzsteuer, NoVA, lohnbezogene Steuern und Abgaben, Vignette und Mauten) hin. In der Europaliga kämpfe Österreich mit den Niederlanden dennoch um einen der letzten Plätze.

 

Die NoVA belaste zum Beispiel den Land Rover mit 52% Aufschlag – NoVA und USt. Kaufe jemand solch ein Auto privat, habe er darüberhinaus mit 50% Einkommensteuer zu rechnen: Um ein solches Auto zu fahren, müsse jemand mehr als 2 solcher Fahrzeuge kaufen und eines der Republik schenken, so Ernst. Er wies auch auf die Problematik der Erhöhung des Sachbezugs bei Autos hin, wodurch sich die Nutzer von Dienstfahrzeugen die Steuerreform selbst bezahlten.

 

Solange es bei automotiven Produkten in einem Autoland wie Österreich keine Entspannung gebe, werde sich eine Verbesserung des Arbeitsmarkts in dieser Branche nicht einstellen.

 

Sozialminister Hundstorfer erklärte, er habe ein gewisses Verständnis für das wirtschaftliche Anliegen von Ernst und bestätigte die Wichtigkeit der Automobilindustrie in Österreich. Er stehe aber auch dazu, dass die NoVA ein gewisses Lenkungsinstrument als Teil einer nachhaltigen Umweltpolitik und der Einhaltung der CO2-Ziele darstelle.

 

Hundstorfer ist überzeugt, dass sparsamere, umweltfreundlichere Automobile die Zukunft sind, mit der sowohl die Kindeskinder als auch die heimische Automobilindustrie gut leben könne.