Nachdem der Hype der batteriegetriebenen Fahrzeuge zuletzt einen deutlichen Dämpfer erhalten hat, steht nun die Elektrifizierung der Aggregate im Mittelpunkt der Entwicklung. Wie schon im letzten Jahr ist ein deutlicher Trend zur Optimierung des Antriebsstranges zu erkennen. Im Zuge der Effizienzsteigerung und CO2-Reduktion ist das Getriebe wohl der Bereich mit dem größten Potenzial. „Egal ob Effizienzsteigerung, autonomes Fahren oder Vernetzung, überall spielt das Getriebe eine wichtige Rolle“, erklärt beispielsweise Prof. Dr. Peter Gutzmer von Schaeffler.

 

Die Veranstalter vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) sehen nicht nur die technische, sondern auch die politische Komponente der Entwicklung. So kritisiert Univ. Prof. Bernhard Geringer (Institut für Verbrennungskraftmaschinen, TU Wien) die tank-to-wheel Methode, wonach nur die CO2-Emissionen berücksichtigt werden, die im Fahrzeug entstehen. Vielmehr müsste auch die Förderung, Produktion bzw. Bereitstellung der Energie nach der well-to-wheel Philosophie berücksichtigt werden.

 

Univ. Prof. Hans-Peter Lenz bemängelt die aktuelle Diskussion zur Subventionierung alternativer Antriebe. „Es soll etwas gekauft werden, was niemand kaufen will.“ Problematisch sei auch die Frage, welche Technologie gefördert werden soll und welche nicht.

 

Über eine lange und erfolgreiche Zukunft des Verbrennungsmotors ist man sich an diesen Tagen in Wien einig: Dr. Rolf Bulander, von Bosch: "Mit der Elektrifizierung steht dem Verbrennungsmotor seine beste Zeit noch bevor.“