Die Antwort kann nicht nur im Verweis auf modernste Technik bestehen. Die Post-Piëch-Ära wird völlig neue Auftrittsmethoden entwickeln müssen. Die Kenntnis der Piëch-Entscheidung wird sich bald einreihen in das Schulwissen über andere automobile Entwicklungen, die für andere Denkweisen identitätsstiftend wirken.

 

So endete am 25. April 2015 – vorläufig – nicht nur eine Ära mit „Gottstatus“ bei den Piëch-JüngerInnen, sondern auch die Ära rund um Audi und Škoda und Seat und Porsche und und und! Mit der voranschreitenden Entwicklung im Volkswagenkonzern werden noch ganz andere Geschichtsdeutungen mit der Einzigartigkeit von Piëch konkurrieren.

 

Was wird seine ebenfalls vom Aufsichtsrat zurückgetretene Gattin Ursula im Schilde führen – eine Zwickmühle für den künftigen Entscheidungsapparat ist das jedenfalls! Um mit der Sisyphusarbeit unserer Gedanken nicht solo zu bleiben, braucht es die Unterstützung und Anerkennung aller darin involvierten Gruppen im Hause Volkswagen.

 

Dass man Piëch dabei nicht negieren darf, sollte spätestens bei Betrachtung seines Lebenswerkes im Konzern deutlich werden. Nur so kann verhindert werden, dass Volkswagen in einigen Jahren mit dem Erfolgsnachweis wieder dort angelangt sein wird, wo Piëch einst Anfang der 1990er Jahre begonnen hat.