„Elektro-Mobilität ist bei uns ein großes Thema, bereits in den Vorjahren haben Schülerinnen und Schüler hochinteressante Modelle gebaut“, sagt Karl Reischer, Direktor des TGM. „Ein Elektro-Motorrad, das am TGM entwickelt und gefertigt wurde, steht seit kurzem sogar im Technischen Museum.“ Es fuhr 2012 bei der Isle of Man Tourist Trophy – dem härtesten Straßenrennen der Welt – mit und erreichte in seiner Klasse den 4. Platz.
Das Gokart-Team, bestehend aus den Schülern Valentin Perkonigg, Alexander Sedlacek und Peter Pleß erbte von dem preisgekrönten Motorrad wertvolle Bausteine: Die sehr teuren Akkuzellen, die von dem österreichischen Unternehmen Kjion entwickelt wurden. Die Schüler erwarben ein gebrauchtes Renn-Kart ohne Motor und pflanzten diesem ein E-Aggregat mit 5 kW ein, was durchaus ausreichend ist: Das Fahrzeug wiegt 62 kg, mit Akkus 102 kg, die Motorleistung reicht für 60 bis 70 km/h aus.
Bis zur Matura soll das Gokart noch eine Anzeige für wichtige Werte wie Geschwindigkeit und Akkustand bekommen: Ein 5-Zoll-Display, montiert direkt am Lenkrad. Dafür müssen die jungen Konstrukteure noch die nötigen Sensoren am Fahrzeug anbringen und die Elektronik programmieren. Auf eine Innovation sind die Schüler besonders stolz: Neben den herkömmlichen Scheibenbremsen verwendet das Gokart auch eine Motorbremse, die wieder Energie zurückgewinnt.
