Demnach hat die globale Innovationsdynamik in der Automobilindustrie im vergangenen Jahr Höhepunkt erreicht: Die 18 untersuchten globalen Automobilkonzerne und ihre 53 Herstellermarken brachten im vergangenen Jahr einen Rekordwert von 1.220 Innovationen hervor (2013: 1032). Von deutschen Automobilherstellern stammen dabei 37% aller Innovationen, 18% kommen von japanischen Unternehmen, 17% können amerikanischen Konzernen zugeordnet werden.
Trendverschiebungen sind lt. Studienautoren in verschiedenen Technologiefeldern erkennbar: Im Bereich der E-Mobilität wird mit nur noch 11 Elektroantriebsinnovationen (2011: 40 Elektroantriebsinnovation 2013: 14 Innovationen) der niedrigste Stand seit 2008 erreicht. Wie die Experten festhalten, lasse die nächste Generation von E-Autos mit höherer Reichweite und niedrigen Batteriekosten auf sich warten, so dass kurzfristig kaum mit signifikanten Markterfolgen zu rechnen ist.
Weiterhin intensiv auf konventionelle Antriebsinnovationen setzen die Hersteller mit 264 Innovationen (2013: 218), die im Jahr 2014 noch erhebliche Effizienzgewinne von im Durchschnitt 15% brachten. Nicht wenige Hersteller konnten den Spritverbrauch im Vergleich zum Vorgänger um mehr als 30% reduzieren. Einen neuen Höchststand erreicht die Innovationstätigkeit im Bereich Fahrerassistenz- bzw. Unfallvermeidungssysteme mit fast 300 Neuerungen.
Untersucht wurden auch die innovationsstärksten Modelle nach Segmenten: Bei den Kleinwagen liegt Mini voran in der unteren Mittelklasse der Ford Focus, die Mittelklasse dominiert der Passat und in der Oberklasse erklimmen gleich zwei Modelle von Mercedes-Benz die vordersten Plätze im Ranking: Auf Rang 1 die S-Klasse, gefolgt von der Limousine CLS.
