Nun lassen wir das Magazin „Der Spiegel“ und sonstige Kaffeesudleser und -innen wieder spekulieren, wer denn künftig das Ruder im 12-Marken-Konzern übernehmen wird, ob alles so bleibt wie es ist oder den weltwirtschaftlichen Entwicklungen folgend Änderungen in Wolfsburg zwingend werden.
Eines ist klar: die über die Jahre geschönten Produktionszahlen sind ebenso wie die Verkaufszahlen aller Orten zerstörerische Krebszellen für einen nachhaltig gesunden Ergebnisverlauf. Angebot und Nachfrage bestimmen heute wie morgen unsere Marktrealität. Das wird jedoch im Aktionärsjargon nur all zu gerne verdrängt. Technische Optimierung und gesellschaftspolitischer Gegenwind in vielen Leistungs- und Lebensfragen ordnen sich zunehmend einer Verbotsgesellschaft unter, bis dass der Kessel platzt und Weltdesaster III passiert.
Spart der Konzern weiter, um für die Aktionäre attraktiv zu bleiben, werden auch die treuesten Gewerkschafter die dadurch genervten Dienstnehmer nicht mehr all zu lang von der Straße fern halten können. Gleicht sich auch ein VW-Konzern den gültigen Marktregeln an, wird die Wahrheit zur Zäsur. Piëchs verbale Flatulenz mag zwar vielen gegen den VW-Himmel stinken, wird jedoch angesichts dieser Entwicklungsgewalt zur Nebensache.
*) Flatulenz, das Wort für jene, die es vornehmer wünschen!
