Im Rest von Österreich, bilanziert der VCÖ, war im 1. Quartal 2015 die Feinstaubbelastung vergleichsweise gering, hingegen nun explizit Graz und Leibnitz wegen Überschreitung der Feinstaub-Jahresgrenzwerte (welche?) an den Pranger gestellt werden.

 

Prompt erweitert der VCÖ seine Argumentationskette und fordert „im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung“ verstärkte Maßnahmen zur Reduzierung der Feinstaubbelastung des Verkehrs. Der VCÖ erblödet sich nicht, im Unterschied zu Industrieanlagen, die in der Regel außerhalb der Wohngebiete sind, vom Vorwurf der Umweltbelastung freizusprechen und dem Verkehr vorzuwerfen, dort in die Luft zu emittieren, wo Menschen wohnen und unterwegs sind. Die direkte Gesundheitsbelastung sei damit höher.

 

Dass die Bewohner in ihren Häusern immer noch weitgehend Hausbrand unterhalten, wird geflissentlich unter den Tisch gekehrt. Umweltbelastung findet also nur urban statt. Jetzt ist der Online-Handel schuld am Anwachsen des Kleinlieferverkehrs, obwohl die Packerl durchschnittlich weniger als 100 Kilogramm wiegen und damit auch für die Zustellung durch Lastenfahrräder geeignet wären.

 

Vorschlag: Der VCÖ gründet auf eigenes Risiko ein Lastenfahrradzustell-Logistikunternehmen. Den Erfolgsnachweis erbracht, lösen sich die Probleme in den Hirnen der VCÖ-Intelligenzbestien dann von allein. Ehrlichkeit schafft bekanntlich Vertrauen.

 

Graz, traditionell immer schon eine Hochburg der Fahrradproduktion gewesen, könnte damit einen Wirtschaftsaufschwung erster Güte erleben. Das wäre eine Geste der Ehrlichkeit mit den Opfern der Verkehrsmisere. Ohne Tat bleiben wir in der Bevölkerung Opfer politisch gesteuerter Umweltlügen.