Es ist das Los vieler Oldtimer-Besitzer: Ein Originalteil des Wagens fällt aus und ist nicht mehr zu reparieren. Was folgt, ist eine häufig jahrelange Suche nach passendem Ersatz. Jetzt gibt es, wie Meyle verspricht, eine Lösung: Die „digitale Restaurierung“. Mit einem 3D-Drucker lassen sich Einzelteile originalgetreu und ohne großen Aufwand nachbauen.
Wie das funktioniert, können Oldtimerfans auf der Techno-Classica in Essen, erleben. Lt. Meyle sei das Verfahren „denkbar einfach“: Zunächst wird das nachzubildende Ersatzteil eingescannt und die dabei entstehende Punkt-Wolke mit Hilfe der Flächenrückführung über die 3D-CAD-Software zu einem 3D-Modell weiterentwickelt.
Das entstandene Datenmodell wird dann an den Drucker übermittelt, der das Modell – ähnlich wie bei einem Tintenstrahldrucker – Lage für Lage übereinander druckt. Der dabei verwendete Kunststoff wird – wie auch die Meyle Platinum Discs mit UV-Lack-Beschichtung – anschließend mit UV-Licht ausgehärtet. Das so entstandene Ersatzteil sei extrem stabil und direkt einsatzbereit, wie das Unternehmen verspricht. Gerade der Druck von Oldtimer-Ersatzteilen sei innovativ, da sich eine Serienfertigung nicht lohne. Mit dem 3D-Drucker lassen sich jedoch Ersatzteile individuell und originalgetreu herstellen, die dann der „digitalen Restaurierung“ dienen – und dies binnen kürzester Zeit.
