Die Absicht hinter dem „EcoTwin“-Versuch war, zu zeigen, dass das zweite Fahrzeug technisch in der Lage ist, dem vorderen Fahrzeug unter Verwendung von Radar- und Kameradaten und dank der drahtlosen Kommunikation in kurzem Abstand zu folgen.

 

Während dieses Vorgangs beschleunigt, bremst und lenkt das zweite Fahrzeug automatisch und folgt derart dem Rhythmus des führenden Fahrzeugs. Ziel des Projektes mit TNO ist es, den räumlichen Abstand zwischen den beiden Lkw-Sattelzügen so weit wie möglich zu reduzieren, dass langfristig eine Kraftstoffersparnis von 10% sowie eine entsprechenden Reduktion der CO2-Emissionen erreicht werden kann.

 

Es stelle sich an diese Stelle die Frage nach dem Einsatz in der Praxis. „Nur weil wir gezeigt haben, dass das automatisierte Platooning mit zwei Gespannen technisch machbar ist, heißt dies noch lange nicht, dass wir dies schon tatsächlich einführen können“, sagt Ron Borsboom, Mitglied des Vorstands von DAF Trucks N.V. und verantwortlich für die Produktentwicklung. Es sei noch viel Entwicklungsarbeit zu leisten, um zu gewährleisten, dass die Technologie in jeder Situation vollkommen zuverlässig reagiert. Zudem müssen Rahmenbedingungen wie Gesetzgebung, die Haftungsfrage und Akzeptanz durch Fahrer und Betreiber berücksichtigt werden.

 

Borsboom erwartet, dass Transportunternehmen die ersten Lastwägen mit Platooning bis 2020 sicher auf Autobahnen und einigen größeren Landstraßen einsetzen werden können.