Fahrzeughersteller dürfen den NEFZ-Verbrauchstest noch bis 2020 zur Ermittlung des von der EU vorgeschriebenen Grenzwerts von 95 Gramm CO2/km nutzen. Der Test „Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedures“ (WLTP), der Zyklus, der andere Fahrzustände in die Verbrauchsermittlung einbezieht, ergibt für zahlreiche Fahrzeuge deutliche Abweichungen der Ergebnisse von NEFZ: Der Zyklus ist mit mehr als 23 Kilometern mehr als doppelt so lang wie der NEFZ-Testparcours (11 Kilometer), die Durchschnittsgeschwindigkeit mit 47 km/h um rund ein Drittel höher als bei dem europäischen Test. Die CO2-Werte nach WLTP sollen bei einem Benziner mit 5-Gangschaltung um 87 % und bei einem Diesel mit 6-Gangautomatik um 20 % höher als nach NEFZ sein, doch ein Teil der Dieselmodelle geringere CO2-Emissionen aufweisen als nach dem alten Prüfverfahren.
Die Fahrzeugindustrie hat angesichts weiterer Verteuerungen in Entwicklung und Produktion bereits teilweise Preiserhöhungen für Motorenneuentwicklungen angekündigt, und erklärt, Motorenentwicklungen nicht vor der endgültigen Klärung der Testweise nach WLTP abschließen zu wollen.
