Teilweise zweistellige Umsatzrenditen machen die großen Autokonzerne spendabel – zumindest, was die Arbeiter in ihren Werken angeht. „Ich finde diese Vorgangsweise äußerst lobenswert und großzügig“, sagt der Einzelhandelssprecher im Bundesgremium des Fahrzeughandels: „Die Hersteller beschäftigen aber auch eine beträchtliche Zahl von Vertragspartnern und deren Belegschaft an der Verkaufsfront, welche tagein, tagaus dafür sorgen, dass Produktion und Überproduktion den Weg zum Käufer finden.“
Hinzu komme der Einsatz im Aftersales, der im Fall von Garantiearbeiten nicht einmal kostendeckend sei, ergänzt Schirak: „Und im Unterschied zu den Werksmitarbeitern müssen die Markenvertragshändler tief in die eigene Tasche greifen, um die Voraussetzungen erfüllen zu können, welche von den Herstellern durch Standards und andere Auflagen einseitig vorgegeben werden.“
Mit sanfter Ironie regt Schirak daher eine an die Rekordgewinne der Hersteller gekoppelte Bonuszahlung für die Vertragsbetriebe an – ein frommer Wunsch, dessen geringe Realisierungschancen freilich dem Funktionär bewusst sind: „Ich habe sichtlich geträumt, denn leider sind wir dazu verdonnert, durch das Abnicken laufend uns vom Hersteller aufgebürdeter finanzieller Belastungen deren Finanzergebnisse mit zu ‚sponsern’!“
Die diesbezügliche Belastungsgrenze sei mittlerweile allerdings „nicht nur erreicht, sondern bei vielen Marken längst überschritten“, konstatiert Schirak: Dies sei schließlich auch durch die jüngsten Studien der KMU-Forschung bewiesen worden.
