Mehrere seriöse Studien haben bereits belegt, dass Tempo-30 in keinster Weise zu einer CO2-Reduktion beiträgt und Emissionen sogar steigen lässt. Was Grüne und Rote im Wiener Bezirk Alsergrund nicht davon abhielt, sich dem Willen der Bürgerinitiative „Allee Hopp“ zu beugen.

 

Wütende Anrainer blockierten – mit Transparenten bewaffnet – die Hauptdurchzugsroute und fanden Gehör. Argumente, wie „im Wasa-Gymnasium können die Schüler die Fenster nie öffnen“ oder „Bewohner haben Schlafstörungen und der Feinstaub ist in den Lungen zu spüren“ reichen für Bezirks- und Stadtpolitiker offensichtlich aus, um Schnapsideen umzusetzen und Autofahrer einmal mehr zu schikanieren.

 

Beängstigend daran ist, dass „Nachahmungstäter“ beflügelt vom Erfolg der Alleehopper bereits emsig an ganz andern Verkehrsberuhigungsmaßen basteln könnten. Anbei ein Beispiel für mögliche Zukunftsszenarien: Nahe der Tangente wohnende Prater-Kleingärtner könnten sich „beim Grillen gestört fühlen“ – Grund genug, um auf Österreichs meist befahrener Straße Tempo 50 zu fordern...

 

Letztendlich sollte darüber nachgedacht werden, ob eine laut brüllende Minderheit einer schweigenden Mehrheit immer öfter mit Erfolg ihren Willen aufzwingen kann. Geschieht dies, wäre es wohl in absehbarer Zeit der Anfang vom Ende der individuellen Mobilität.