In die Studie waren Gebrauchtwagenverkäufe markengebundener und unabhängiger Autohändler sowie von versteigerten Fahrzeugen einbezogen worden.
Als kaufentscheidende Faktoren erleben Konsumenten Internetportale, bei denen das Geschäftsmodell und der Anteil ausländischer Fahrzeuge transparent sind, während ein Qualitätslabel oder definierte Verhaltensregeln nur für einen von 3 Kunden, und dies vor allem bei Markenbetrieben, entscheidend ist.
Nur 32% der Interessenten hatten laut Eigeneinschätzung gute Kenntnisse über Autos und darüber, welche Informationen der Händler dem Kunden mitzugeben verpflichtet ist.
Die Studie bestätigte geringeres Wissen unter Jungen, Frauen, Konsumenten mit geringerem Einkommen und geringerer Bildung.
Nur 6 von 10 Kunden waren mit der Behebung aufgetretener Probleme zufrieden. Bei einem Viertel der Kunden wurden unfaire Handelspraktiken festgestellt. Die Käufer hatten zu 41% innerhalb des ersten Jahrs wenigstens 1 Problem – zu 60% in den neuen Mitgliedsstaaten gegenüber 37% in den „alten“ Mitgliedsstaaten. Zu 41% traten die Probleme innerhalb des 1. Monats auf und nur 27% der größeren Probleme waren durch eine Garantie abgedeckt. Technische Probleme kosteten die Fahrzeugbesitzer rund 23 Stunden ihrer Zeit sowie durchschnittlich 518 €.
Bei einem Fünftel der Kunden, die sich beim Händler beschwerten, machten die Verkäufer gar keine Anstalten, das Problem zu lösen.
