Beobachter führen die Entscheidung von Firmenchef Dr. Helmut Teissl einerseits auf das Scheitern der bisherigen Verkaufsverhandlungen zurück. Andererseits wird es für einen etwaigen neuen Händler nun umso schwieriger, in der ohnehin nur mäßige Absatzzahlen verheißenden Region Geld zu verdienen: Schließlich werden viele Stammkunden dem Autohaus Teissl im lukrativen Servicebereich die Treue halten.

 

Mercedes-Benz ist nach wie vor auf der Suche nach einem neuen Partner, nachdem die seit 1928 als Vertragshändler fungierende Firma Teissl Ende Oktober 2014 fristlos gekündigt worden war. Der Hintergrund waren jahrelange falsche Abrechnungen, durch die dem Hersteller ein Schaden von 1,4 Mio. Euro entstanden war. Man habe diesen „großen Fehler“ freilich noch vor Einschreiten der Konzernrevision selbst eingestanden und „den vollen Schaden sofort beglichen“, erneuert Teissl seine Kritik an „kalten Konzernstrategien“.

 

Eine gute Neuigkeit ist die Weiterführung der Standorte jedenfalls für einen Teil der ehemals 160 Mitarbeiter: 40 Mechaniker und 24 Lehrlinge werden über den 31. März hinaus für Teissl tätig sein.