Beispiel Banner: Der Leondinger Batterien-Produzent wollte zum Ausbau seiner Produktionskapazitäten ursprünglich ein Werk in der Slowakei bauen. Dort, Stichwort „Just in time“, wo namhafte Autobauer ihre Fertigungsstätten haben. Was machte Banner? Die Eigentümerfamilie Bawart bleibt in Österreich und als Dank dafür warnen die selbsternannten Weltretter vor Umweltschäden und Bleivergiftungen. Fundierte Gutachten attestieren Banner Unbedenklichkeit und die Auflagen zum Bau der Batteriefabrik lassen die Errichtungskosten ohnehin in finanziell gefährliche Höhen schießen.
Man muss sich das vorstellen: Das Werk in Leonding (Bezirk Linz-Land) besteht seit Jahrzehnten und es findet sich in der Umgebung keine kontaminierte Umwelt. Trotzdem gibt es Krawall! Indes mobilisieren Bürgerinitiativen mit Akku betriebenen Helfern wie Mobiltelefon, Autobatterie, Gartengeräten usw. gegen den Fabriksneubau und vergessen ganz, dass Banner auch gleich mit der ganzen Fabrik zum Beispiel nach Asien auswandern könnte.
Dort gibt es keine jammernden Anrainer, die Investoren aufhalten können, und Umweltschutz ist ihnen mehr fremd als gemein. Wenn diese Leute aber für ihr Auto oder sonstige technische Geräte zur Berufsausübung oder im privaten Bereich eine Batterie brauchen, dann will man alles sogleich und super günstig haben. Die alte Batterie landet dann schon mal im Müll, weil eine Sammelstelle damit zu bedienen ihnen oft zu beschwerlich ist.
Wie borniert muss man sein, sich so zu verhalten! Bürger gründen in Missbrauch eines gesunden Demokratieverständnisses eine Protestplattform, ziehen jedes noch so banale Argument an den Haaren herbei, Hauptsache man ist dagegen. Jedoch dieselben Leute gehen auf die Straße, wenn sie ihre persönliche Versorgung gefährdet sehen und mutieren zu Wutbürgern. Solange diesem Missbrauch, wobei Ausnahmen die Regel sind, demokratiepolitisch kein Riegel vorgeschoben wird, steuert Österreich auf unternehmerische Unfinanzierbarkeit zu und damit auf weitere Arbeitsplatzverluste.
Derartige Initiativen sorgen dafür, dass Unternehmern und Jobgebern weiterhin unnötig Prügel vor die Füße geworfen werden, und dass „Made in China“ in Verbindung mit Wertschöpfungsverlust weiter Hochkonjunktur haben wird. Die wachsende Zahl an Arbeitslosen ficht diese Egoistenkategorie nicht an. Sind wir stolz darauf, dass es immer noch Unternehmer gibt, die unserem Land die Treue halten und nicht allein wegen Gewinnmaximierung ins Ausland abwandern. Schön hier zu leben und zu arbeiten!
