Im von der Allianz veröffentlichten Zukunftsbild ist unabhängig von Dauer und Ausmaß von Baby-Boom und Baby-Bust (geburtenschwache Jahrgänge) von ökonomischen Herausforderungen die Rede, wenn die Baby-Boomer in den Ruhestand gehen. Das bedeutet, dass immer weniger Erwerbstätige für eine immer größer werdende Anzahl an Pensionisten aufkommen müssen.
Für die damit einhergehende Autopopulation und damit dem Befinden des Autohandels ist das insofern kein Problem, dass sich mit Tages- und Kurzzulassungen allfällig nicht mehr vorhandene Kaufkraft statistisch locker kompensieren lässt. Wir müssen positiv denken!
Etwa 2,35 Millionen Österreicher – um 750.000 mehr als derzeit – werden Ende 2034, wenn der letzte heimische Baby-Boomer in Pension geht, über 65 Jahre alt sein. Parallel dazu wird der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung um mehr als 200.000 Menschen schrumpfen. Diese Entwicklungen lassen sich auch aus dem „Altenquotient“ ablesen, der das Verhältnis zwischen den Über-65-Jährigen zu denjenigen im Haupterwerbsalter zwischen 15 und 64 Jahren misst.
Zu Beginn des Baby-Booms 1956 lag der Altenquotient in Österreich laut Statistik Austria bei 17,4. 1985, als der letzte Baby-Boomer einen Lehrberuf ergriffen hat, konnte noch ein Wert von 21,0 verzeichnet werden. Auch in den letzten Jahrzehnten ist der Altenquotient nur leicht gestiegen. Während der Pensionsantrittswelle der Baby-Boomer ist jedoch mit einer drastischen Steigerung zu rechnen: von 27,3 im vergangenen Jahr auf 41,9 im Jahr 2034.
