Heute bei allen Herstellern gang und gäbe sind Benzinmotoren mit 30.000 und Dieselmotoren mit bis zu 50.000 Kilometern Wartungsintervall. Knapp zur Jahrtausendwende war diese von VW in Gang gesetzte und bald von allen nachgemachte Marketingaktion im Lichte der positiven Absatzstatistiken ein Hammer.
Das und die zwischenzeitlich aggressive Politik gegen das Automobil haben die Autowelt dramatisch verändert. In heute rückläufigen Märkten zeigen sich die Probleme an allen Ecken und Enden und die Kfz-Branche fragt sich, wovon leben, wenn die Margen erodieren, die kleinen Spannen durch Kurzzulassungen verschenkt werden und die Autos nur noch durch Rückrufaktionen in die Werkstätten kommen.
Dazu kommt die Ratlosigkeit der Hersteller und auch Importeure, wusste damals schon ORF-Automobilurgestein Billisich die Lage einzuschätzen. Keine 16 Jahre später enden Misserfolge schneller denn je tragisch. Einzig im Kaufkraftverlust zeigt die Statistik steil nach oben. Immer mehr Unternehmer stellen sich die Frage, wie sie sich das alles noch leisten können. Der durchschnittliche Händler darf daher nicht mit Wundern rechnen. Seine Kreativität und Flexibilität entscheiden über seine Chancen, und nichts anderes.
