Lt. CAM wurden demnach in Deutschland im Jahr 2014 über 1,9 Mio. Fahrzeuge wegen sicherheitsrelevanter Mängel zurückgerufen. Basis für die Ergebnisse bildeten insgesamt 127 analysierte Rückrufaktionen. Im Vorjahr waren 1,09 Mio. Autos betroffen. Gemessen an den Neuzulassungen sei die Rückrufquote 2014 auf 63% (Vorjahr: 37%) gestiegen.
Damit sei für den deutschen Markt seit der Einführung des Produktsicherheitsgesetzes im Jahr 1997 ein neuer Höchstwert erreicht worden. Lt. CAM seien 2014 neben den den japanischen Herstellern Subaru, Toyota und Honda auch die Premiummarken Jaguar-Land Rover und BMW von überdurchschnittlichen Rückrufquoten betroffen gewesen. Dahinter folgen General Motors und Mitsubishi. Leicht unter dem hohen deutschen Rückruf-Mittelwert seien Daimler, Volkswagen gelegen (je 43%), gefolgt von Mazda, Ford, Suzuki und Hyundai. Als Marktführer in Deutschland haber der VW Konzern mit über einer halbe Mio. die meisten Fahrzeuge in die Werkstätten beordern müssen, während es bei GM/Opel 223.000 und bei Daimler 127.000 gewesen wären. Die französisch-japanische Allianz Renault-Nissan (32%), Fiat (22%) und Volvo (15%) sei glimpflich davongekommen, während PSA Peugeot-Citroen mit Rückrufen nur weniger Fahrzeuge (1%) geglänzt hätten.
41% der zurückgerufenen Fahrzeuge in Deutschland betrafen, wie aus der CAM –Analyse hervorgeht, Mängel an Systemen der Insassenschutzeinrichtung. Überwiegend seien dafür defekte Airbags verantwortlich gewesen, die durch den japanischen Zulieferer Takata geliefert wurden, dahinter folgen mit 27% Karosseriemängel. Mängel an Lenkanlage, Elektrik/Elektronik sowie dem Antriebsstrang (Motor, Getriebe) betrafen jeweils 8%. Auf Qualitätsmängel der Bremsanlage entfielen rund 6% der Rückrufe. Weitere Rückrufgründe betrafen das Fahrwerk sowie sonstige Baugruppen (je 1%).
