Eigentlich hatte sich die AVAG ein „Jahr der Konsolidierung“ verschrieben – und dann kam doch alles anders: Im vergangenen Wirtschaftsjahr stiegen die am Hauptmarkt Deutschland sowie in Österreich, Kroatien, Ungarn und Polen erzielten Verkäufe von 44.909 auf 45.624 Neuwagen sowie von 36.212 auf 40.063 Gebrauchte. Der Umsatz wurde von 1,313 Mrd. Euro auf den neuen Rekordwert von 1,372 Mrd. Euro erhöht – eine umso bemerkenswertere Leistung, als mitten im Wirtschaftsjahr der Vertrieb der Marke Chevrolet eingestellt wurde.

 

Noch stolzer ist das Vorstandsteam, das aus den beiden Sprechern Roman und Albert C. Still sowie Ulf Pfeiffer und Markus Kruis besteht, wohl auf die finanziellen Fortschritte: Das operative Ergebnis vor Steuern wuchs von 8,3 auf 15,1 Mio. Euro, was einer Renditeverbesserung von 0,6 auf 1,1% entspricht.

 

Als einziger von der AVAG bearbeiteter Markt war Österreich 2013/14 rückläufig. Dennoch gelang es auch hier, schwarze Zahlen zu erwirtschaften. Mit 491 Mitarbeitern wurden an 18 Standorten 6.711 neue und 4.918 gebrauchte Fahrzeuge verkauft, während es im vorangegangenen Wirtschaftsjahr 6.341 bzw. 4.251 Stück gewesen waren.

 

Für heuer ist man bei der AVAG nicht zuletzt deshalb optimistisch, weil insgesamt 13 neu erworbene Standorte heuer erstmals in einem Volljahr zum Gesamtergebnis beitragen werden. Weitere Expansionsschritte seien nicht konkret geplant, so Roman Still: „Unser neuer strategischer Ansatz ist die Optimierung. Wir wollen damit den positiven Trend des abgelaufenen Geschäftsjahres stabilisieren und weiter ausbauen.“ Freilich ist nicht ausgeschlossen, dass die AVAG auch heuer wieder offensiver agiert, als es die eher konservativen Planzahlen (1,45 Mrd. Euro Umsatz sowie 0,8% Umsatzrendite vor Steuern) nahelegen. Man sei durchaus bereit, langfristige Investitionen zu tätigen, um sich bietende Chancen in der Autohandelslandschaft zu nutzen, sagt Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzender Albert K. Still: „Wir sind und bleiben ein Familienunternehmen, dass in vielerlei Hinsicht anders denkt als quartalsgetriebene Konzerne.“