Denn diese, so die Zurufer, würden jetzt bei den niedrigen Treibstoffpreisen wieder mehr fahren. So als ob der Pendler jetzt zweimal am Tag die Strecke vom Wohnsitz zum Arbeitsplatz zurücklegen würden. Ganz nach dem Motto: das nutze ich jetzt aus, weil der Treibstoff so billig ist. Die meisten Autofahrer seien vermutlich froh, dass die Treibstoffkosten niedrig sind und freuen sich über das ersparte Geld.

 

„Aber für VCÖ & Co ist der niedrige Treibstoffpreis halt ein reflexartiger Anlass eine Steuererhöhung zu fordern. Weil die Gelegenheit ja auch günstig wäre: eine Mineralölsteuererhöhung um die Treibstoffkosten wieder nach oben zu treiben.“ Es wundere dennoch einigermaßen, dass auch aus dem Umfeld der selbsternannten deutschen Automobil-Analysten die Sorge geäußert werde, dass durch die niedrigen Treibstoffpreise, die Nachfrage an Elektroautos und alternativen Antrieben eingebremst werden könnte und damit die CO2-Zielsetzungen der Automobilindustrie nicht mehr erreichbar wären.

 

„Gestatten, auch das ist weltfremd“, sagt der Brancheninsider. „Denn die Nachfrage nach Elektroauto wird sich dann erhöhen, wenn künftig die Kosten niedriger und die Reichweiten größer werden und nicht ob die Treibstoffpreise hoch sind. Die Autokäufer sind so oder nicht Feind ihres eigenen Geldes.“