Mit 40.463 Einheiten lag der Zweirad-Gesamtmarkt im Vorjahr um 6,1 % unter dem Niveau von 2013. Während es bei Motorrädern ein leichtes Plus um 0,3 % auf 9.195 Stück gab, gingen die Neuzulassungen bei Leichtmotorrädern um 5,2 % auf 15.987 Stück und bei Mopeds sogar um 10,4 % auf 15.281 Stück zurück. Vor allem bei den Motorfahrrädern gebe es „keine Aussicht auf rasche Trendumkehr“, meint man bei der Arge Zweirad: „Das Interesse der Jugendlichen für eigene Mobilität ist längst nicht mehr so ausgeprägt wie früher. Das ‚Elterntaxi’, der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und korrelierende schwache Geburtenjahrgänge sind weitere Faktoren für das Sinken dieses Bereiches.“

 

Unterdessen sei der österreichische Zweiradbestand mit 780.000 angemeldeten Fahrzeugen „in Relation zur Einwohnerzahl durchaus zufriedenstellend, aber eben auch ausbaubar“. Die Arge Zweirad setzt daher darauf, dass eine wieder steigende Konsumfreude heuer den Neuzulassungen einen Schub geben wird: „Angesichts des besser werdenden wirtschaftlichen Umfelds gehe ich von plus 5 % bei den Motorrädern aus“, sagt Dr. Christian Arnezeder, Obmann der Arge Zweirad. Somit werde der Trend zu starken Motorrädern „ungebremst“ weitergehen, während man am Leichtmotorradmarkt zumindest auf ein Halten der Vorjahreszahlen hoffe.