Lt. Studie, die im Auftrag der WKO unter Leitung von Univ. Prof. Dr. Sebastian Kummer, Vorstand des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik der WU Wien, durchgeführt wurde, entstehen österreichischen Unternehmern mit mehr als 20 Lkws im Schnitt 1.500 bis 2.000 Mehrkilometer pro Fahrzeug und Jahr und Mehrkosten von ca. 1.800 bis 2.400 € pro Fahrzeug und Jahr.
Hochgerechnet auf den gesamten österreichischen Fuhrpark sind 83 % der Fahrzeuge von Fahrverboten betroffen. Durch die österreichischen Fahrverbote ergeben sich volkswirtschaftliche Kosten pro Jahr von ca. 215 bis 285 Mio €. Die Fahrverbote führen zudem zu einem Mehrausstoß von CO2 zwischen 375.000 und 500.000 Tonnen pro Jahr. „Lokale Behörden verhängen Fahrverbote oft aufgrund von Partikularinteressen ohne Abstimmung mit anderen Regionen und ohne Beachtung überregionaler Folgen“, so Prof. Kummer.
Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen im Verkehr seien Grundlage für nahezu alle relevanten Wirtschaftsbereiche, vom Lebensmittelhandel bis zur Automotiven Zulieferindustrie, so Wolfram Senger-Weiss, Präsident des Zentralverbands Spedition & Logistik. „Deshalb fordern wir von der kommenden Regierung einen gesamtösterreichischen Güterverkehrsplan und damit einhergehend ein Umdenken beim Thema Fahrverbote“, so Senger-Weiss.
