Viele österreichische Haushalte haben in den vergangenen Tagen das neue Forstinger-Flugblatt erhalten. Auf der Titelseite werden „33 Profizent (sic) auf Verschleiß- und Ersatzteile und deren Einbau“ versprochen. Das empört manche Werkstätten, zumal die Rabattankündigung mit dem offiziellen „Blauschild“ der Kfz-Fachbetriebe hinterlegt wurde.
Die Angst, dass die im Neuwagenbereich grassierende Rabattschlacht auf das Reparaturgeschäft übergreift, ist zweifellos berechtigt. Allerdings darf man dafür nicht nur Forstinger & Co. verantwortlich machen: Auch so manche „klassische“ Werkstatt wirbt in regionalen Medien mit Sonderaktionen, gleichzeitig entdecken immer mehr Importeure das Servicemarketing für sich.
Auf Anfrage verweist Komm.-Rat Friedrich Nagl, Bundesinnungsmeister der Kfz-Techniker, auf die jedem Unternehmen frei stehende Preisgestaltung. Allerdings sei es zweifellos im Interesse der Branche, dass anstatt folgenschwerer Rabattkampagnen „leistungsgerechte Stundensätze“ verrechnet werden: „Wir müssen schließlich auch unsere Mechaniker ordnungsgemäß entlohnen sowie unsere Leistungen gegenüber Kunden und Versicherungen gleichermaßen korrekt abrechnen.“
