Zu einer Abstimmung war es nicht gekommen. Der Aufschub der Definition der CO2-Grenzwerte, der von deutscher Seite mit dem Hinweis, die Auflagen seien noch nicht entscheidungsreif, zustande kam, soll unter anderem von der Intervention der deutschen Bundeskanzlern Dr. Angela Merkel flankiert gewesen sein. Die neuen Regelungen sind für Hersteller großer Fahrzeuge (wie die Deutschen) schwerer erreichbar als für die Produzenten kleiner, leichter Autos (wie zum Beispiel die Italiener und Franzosen). Doch auch die Botschafter anderer Länder hätten die Verschiebung gewünscht.

 

Am späten Montagabend hatten sich die Vertreter der EU-Staaten, des EU-Parlaments und der EU-Kommission bereits auf einen Kurs ab dem Jahr 2020 geeinigt.

 

Durch entsprechende Bewertung von E-Mobilen und Autos mit geringem Schadstoffausstoß (Supercredits) sollen die Ziele für die Autohersteller leichter erreichbar sein. Diese Erleichterungen hatten Kritiker der Regelung als Rechentricks bezeichnet.