Die Verluste des seit 2007 in Palo Alto (USA) und Tel Aviv ansässigen Unternehmens belaufen sich auf über 600 Millionen Dollar. Das vom früheren israelischen SAP-Manager Schai Agassi gegründete Unternehmen scheiterte mit dem Versuch, in Israel Elektroautos zu verbreiten und Aufladestationen für diese Wagen zu betreiben.
Die Nachfrage sei wesentlich geringer als erwartet, während die Kosten zu hoch gewesen seien, teilte Konzernchef Dan Cohen mit. Mit von der Insolvenz betroffen ist das Engagement in Dänemark und in Australien. Das Unternehmen zählt mit rund 30 Prozent zum Konglomerat „Israel Corporation“, das auch paritätisch am chinesischen Chery Automobile-Joint Venture beteiligt ist. Die wiederum schmiedet Pläne, unter der Marke Qoros in den europäischen Markt einzutreten.
In Israel und Dänemark übernimmt nun das Netz des Herstellers Renault Kundendienst und Batterieversorgung der Fluence Z.E. und prüft derzeit alle Ladetechnologie-Alternativen. Die Entscheidung des Managements von Better Place habe keinen Einfluss auf die Elektroautostrategie der Renault-Nissan-Allianz, verlautet seitens des in Westeuropa führenden Elektro-Pkw-Herstellers.
